Kunsthaus Worms: Katzen schleichen sich mitten ins Herz Kunsthaus

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WORMS – In der Geschichte der Kunst hat es viele bedeutende Katzen gegeben: Henri Matisses Minou, Salvador Dalís Babou und Paul Klees Bimbo gaben ihren malenden Herrchen Anlass, sie für die Nachwelt zu verewigen, Karl Lagerfeld tut dies mit seiner weißen Choupette am laufenden Band, indem er sie auf Instagram und Facebook zur Schau stellt, mit Werbedeals gar Millionen verdient. Ganz in ihrer Tradition stehen Minou, Flocky, Willi und Oscar, die ihren Besitzern Inspiration für Gemälde, Kunstdrucke und Skulpturen bieten. Diese waren am vergangenen Wochenende im Kunsthaus in der Prinz-Carl-Anlage zu besichtigen und zogen viele Besucher an. Motto: „Auf leisen Pfoten“.

Zur Vernissage am Freitag fanden sich trotz des rekordverdächtig warmen Frühlingswetters sehr viele Katzenliebhaber ein, die (zu Recht) neugierig auf die Werke von Anita Reinhards Kunstschülern waren. Sie wurden von mit Bodypainting bemalten „Kätzchen“ beim Sektempfang überrascht und freuten sich über Katzenzungen und Gummimäuse zum Knabbern.

 

Spenden für Tierheim

Ein Großteil der Haus- und Raubkatzen ist im Atelier über den Ausstellungsräumen entstanden, einige der 16 ausstellenden Künstler haben sich auch schon vorher mit dem Porträtieren ihrer Liebsten beschäftigt. Die Idee zur Ausstellung hatte Michaela Zeng, die die Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“ sowie Katzen- Annäherungen an Friedensreich Hundertwasser und Gustav Klimt malte. So unterschiedlich wie die Stubentiger selbst sind auch die Stile, in denen die Bilder gehalten sind – mal fotografisch genau, mal in Pop Art oder auch schemenhaft angedeutet. Jedes Bild hat seinen eigenen Charakter und unterstreicht dadurch die Einzigartigkeit jedes der gezeigten Tiere, es wird das deutlich, was Besitzer längst wissen: Jede Katze ist ein Unikat. Sei es ein „Reisekater“, der bereits 40-mal von und nach Mallorca geflogen ist, sei es der Kater, der mit seinem Frauchen für Selfies posiert oder auch die Katze, die grimmig neben einem aufgeschlagenen Buch sitzt. Wer seine Lieblingskatze gefunden hatte, konnte sie meistens auch mitnehmen, da der Großteil der ausgestellten Bilder zum Verkauf stand –- aber Obacht, nicht jede Samtpfote war auf Kuschelkurs.

Die Aussteller zeigten nicht nur für die eigenen (Haus-)Tiere ein Herz, sondern auch für die im Tierheim gestrandeten Katzen und Kater. An sie gingen sämtliche Spenden und der Erlös aus Anke Goedtels Kunstdrucken und Karten. Sie sorgte auch für literarische Unterhaltung mit ihren Katzenkurzgeschichten.

 

Eine kleine Auswahl von Bildern der verschiedenen Künstlern